Aussenpolitik

Als kleiner Staat mitten in Europa pflegt die Schweiz mit ihrer Aussenpolitik intensive Beziehungen zur Europäischen Union insbesondere zu ihren Nachbarländern. Die Schweizer Aussenpolitik ist geprägt durch ihre Neutralität. 

Bundesrat Cassis sitzt mit dem griechischen Aussenminister Nikos Dendias am Besprechungstisch.
Mit den Mitgliedsländern der EU pflegt die Schweiz traditionell ein freundschaftliches Verhältnis: Aussenministertreffen zwischen der Schweiz und Griechenland. © Keystone, Anthony Anex

Die Aussenpolitik dient der Wahrung der Schweizer Interessen, der Unabhängigkeit, dem Wohlstand und der Sicherheit des Landes. Zudem soll sie die Werte der Schweiz fördern: Menschenrechte, Demokratie, Frieden, Linderung von Not und Armut sowie Umweltschutz. 

Die Neutralität, welche der Schweiz eine Beteiligung an bewaffneten Konflikten und militärischen Bündnissen verbietet, ist ebenfalls ein wichtiger Pfeiler der Schweizer Aussenpolitik. Sie bildet eine der Grundlagen des internationalen Genf, der humanitären Tradition sowie der Rolle der Schweiz als Mediatorin in Krisengebieten und als Vermittlerin von Konfliktparteien in der Schweiz. 

Als Nichtmitgliedsland der Europäischen Union, aber mitten in Europa gelegen, legt die Schweiz ein besonderes Augenmerk auf ihre Beziehungen zu den Nachbarländern. Ihr Verhältnis zur EU wird von einer Reihe von bilateralen Abkommen bestimmt, die zwischen 1999 und 2004 abgeschlossen worden sind. 

Die Aussenpolitische Strategie 2024-2027

Die Schwerpunkte der Schweizer Aussenpolitik werden jeweils in einer vom Bundesrat genehmigten Strategie für 4 Jahre festgehalten. In der Strategie 2024-2027 wurden folgende thematische Schwerpunkte definiert:

  • Frieden und Sicherheit 
  • Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit
  • Umwelt
  • Demokratie und Gouvernanz

Geographisch liegt ein besonderer Fokus auf Europa. Weitere Schwerpunkte liegen auf anderen Weltregionen und dem Multilateralismus.